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Michel Metzlaff, SV Großwaltersdorf |
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In den schneereichen nordischen Ländern, wie beispielsweise Norwegen, läuft man schon seit vielen Jahrhunderten Ski. Es dauerte aber bis Ende des 19. Jahrhunderts, bis die Schneeschuhe auch in Deutschland Einzug hielten.
In den 20er Jahren gab es in Großwaltersdorf die ersten Gehversuche auf Schneeschuhen. Allerdings spielte die Kostenfrage eine große Rolle. Da man sich oft keine "Bretter" leisten konnte, erhielt der Schlitten den Vorzug.
So dauerte es noch rund 20 Jahre, bis sich der Skisport richtig durchsetzen
konnte.
Große Bedeutung hatte dabei ein Wochenende im Winter 1949/50. 15 Kinder
und 2 Betreuer waren nach Seiffen gefahren, um dort Ski zu laufen. Alle waren
begeistert. Von nun an probierten immer mehr Schüler und Jugendliche das
Schneeschuhlaufen.
Am 26. September 1953 setzten sich der Sportlehrer Hans Böhme und 9
weitere Sportler in
Am Anfang gab es 4 Sportarten in denen Wettkämpfe abgehalten wurden:
Langlauf, Sprunglauf, Torlauf und Abfahrtslauf. Bald kristallisierten sich die
Disziplinen Sprunglauf und Langlauf heraus. Während heute in
Großwaltersdorf kein Sprunglauf mehr durchgeführt wird, lebt der
Langlauf weiter.
Die ersten Erfolge für Großwaltersdorf erzielten in den
Anfangsjahren die Sportfreunde Werner Seidel, Heinz Kluge, Gerhard Richter,
Siegfried Richter, Klaus Hauk, Reinhold Auerbach, Werner Langenhahn und Werner
Endler.
Mitte der 60er Jahre war es Werner Endler, der ein regelmäßiges
gemeinsames Langlauftraining anregte. Im laufe der Jahre kamen immer mehr
Schüler hinzu, so daß die Trainingsgruppe schon bald 30 Mitglieder
zählte.
Die Sektion Ski profilierte sich auch als Ausrichter von
Wettkämpfen. 1956 kamen erstmalig die Wintersportmeisterschaften des
Kreises Flöha zur Austragung. Der Fuchsberglauf und der Herbstcrosslauf
sind bis heute traditionelle Läufe in Großwaltersdorf.
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Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung war 1972 die Bildung eines
Trainingszentrums (TZ)-Ski in Großwaltersdorf. Damit erhielten
ausgewählte Schüler im Alter von 10-14 Jahren aus den Orten
Großwaltersdorf, Eppendorf, Gahlenz, Borstendorf, Leubsdorf und
Lippersdorf die Möglichkeit, noch intensiver zu trainieren.
In dieser Zeit entstand eine Skihütte in Holzhau (1977) um in
schneesicherem Gebiet Trainingslager durchführen zu können.
Eine weitere Verbesserung der Trainingsmäoglichkeiten
brachte der Bau einer asphaltierten Skirollerbahn sowie ein Material- und
Umkleideraum (1978).
1983 wurde mit dem Bau eines Mehrzweckgebäudes an der Rollerstrecke
begonnen. 1986 wurde das Haus seiner Bestimmung übergeben.
Diese Werte wurden auf Initiative des TZ-Leiters Siegfried Richter und des
Sektionsleiters Werner Endler mit der Unterstützung vieler
sportbegeisterter Großwaltersdorfer geschaffen.
Auch wenn in der "Wendezeit" im DDR-Sport viel kaputtgegangen ist,
kann man mit gutem Gewissen sagen, daß das für den
Großwaltersdorfer Wintersport nicht zutrifft. Durch intensive Arbeit vor
allem auch von Werner Endler war es gelungen das Leistungsniveau zu halten bzw.
sogar zu verbessern und eine Anpassung des Vereins an die neuen Bedingungen zu
realisieren.
Mit der Neugründung im Jahre 1990 entstand ein Einspartenverein, zu dessen
Vorsitzenden Gerd Endler gewählt wurde.
Unter den neuen Bedingungen wurde besonders auf die bestehenden Traditionen
Wert gelegt
Durch eine gute Zusammenarbeit mit den Schulen in Großwaltersdorf und
Eppendorf konnten immer wieder Kinder für den Wintersport begeistert
werden.
Großer Wert wurde auf eine gute Aus- und Weiterbildung von
Übungsleitern gelegt. Heute besitzen 9 ÜL die Oberstufe -
Skilanglauf. Alle im Verein tätigen Übungsleiter beteuen die Kinder,
Schüler und Jugendlichen ehrenamtlich.
Neben den Wettkämpfen ( Fuchsberglauf/
Herbstcrosslauf) wurden auch neue Ideen umgesetzt. So findet das
Familiensportfest großen Zuspruch.
Durch die guten sportlichen Leistungen von Kinder bis
zu den Senioren ist der Skiverein über die Grenzen Sachsens bekannt.
Das Vereinsleben besteht aus einer guten Mischung zwischen leistungs- und
freizeitsportlicher Betätigung. Der vorliegende kurze Abriß zur
Entwicklung des Vereins ist nur ein kleiner Überblick ohne Anspruch auf
Vollständigkeit. Weitere Details kann der Leser in der Chronik des Vereins
bzw. in der Broschüre 40 Jahre Wintersport in Großwaltersdorf
erfahren.
Es bleibt zu hoffen und zu wünschen, daß der weiße Sport auch
in Zukunft viele Anhänger und Sponsoren findet und weiterhin eine
große Rolle im Leben der Gemeinde spielt.